China-Japan-Krieg: Alles nur Angstmache? Das sind Chinas wahre Unruhestifter und Anti-Japan Hetzer

Ich hoffe sehr, Präsident Xi zu treffen“, sagte Japans Ministerpräsident Abe am Montag in New York, wo er für einen Besuch bei den Vereinten Nationen eintraf. Das berichtete das Wall Street Journal. „Ein Treffen und ein Handschlag zwischen den Führern kann den Weg für den regionalen Frieden und die Sicherheit bahnen.“

Schon am Mittwoch empfing der chinesische Vize-Premierminister Wan Yang in Peking eine große japanische Wirtschafts-Delegation mit 200 führenden Unternehmern und Managern. Das war das erste Mal seit August 2010. Wang zeigte sich interessiert, so bald wie möglich wieder hochrangige Wirtschafts-Kontakte mit Tokio zu beginnen.

Dazu zitiert WSJ den Harvard-Professor Ezra Vogel, einen Experten für Japan und China: „Die Führer an der Spitze auf beiden Seiten haben offenbar eine Entscheidung getroffen, dass die angespannten Beziehungen zu gefährlich sind, und es nicht im Interesse der beiden Länder liegt, dass diese so angespannt bleiben.“

Die Eiszeit zwischen den beiden Ländern scheint aufzutauen.

 

 

Wer schürt den Japan-Hass in China?

Wenn in China die Anti-Japan Karte gezogen und der Nationalstolz so richtig angeheizt wird, ist das stets ein gefundenes Fressen für die westlichen Medien. Die Kriegsangst wird dann auch bei uns geschürt. Selbst wenn es keinen realpolitischen Hintergrund dafür gibt.

Ja, es gibt ein schweres Trauma in China von der langen und gewalttätigen Besatzungszeit durch die Japaner, die am 7. Juli 1937 begann und bis zum 9. September 1945 dauerte. Es gibt auch immer wieder öffentliche Empörung in China, wie im Jahr 2005, als es sogar Ausschreitungen und Proteste gegen Japan gab.

Aber – was oft übersehen wird, diese ausländischen Kriegsangst-Artikel werden gerne von gewissen Kräften in China als Beweis für ihre eigenen Behauptung benutzt, dass Japan zum Krieg gegen China rüsten würde. Das kommt aus der Clique um den ehemaligen KP- und Staatschef Jiang Zemin, erbitterter Gegner des neuen Staatschefs Xi Jinping. Jiang hat schon immer gern die Anit-Japan-Karte gezogen, um Unruhe zu stiften.

 

Gespräche über eine Zusammenarbeit im Ostchinesischen Meer

Am 23. und 24. September gab es in der Stadt Qingdao außerdem eine hochrangig besetzte Tagung zwischen China und Japan über maritime Angelegenheiten. Es ging um die Zusammenarbeit im Ostchinesischen Meer und wie die Einrichtung des Kommunikationssystems der Verteidigungsabteilungen neu gestaltet werden könnte. Worüber aber nicht gesprochen wurde, war der Streit um die Senkaku Inseln, auf die beide Länder einen Anspruch erheben.

Es soll jedoch bald ein neues Treffen stattfinden in der diese Angelegenheit besprochen wird.

Der Inselstreit wurde seit 2012 von Jiangs-Clique im Militär ausgenutzt um die Anti-Japan-Stimmung immer weiter anzuheizen. Bei dem Streit um die Insel ging es neben den Gebietsansprüchen auch um die Lufthoheit. Diese wurde einfach selbstverständlich von chinesischen Militärmaschinen demonstriert.

Dazu kamen gelegentliche Hetzkampagnen gegen Japan in den staatlichen Medien – und wer sitzt bis heute im Propagandaministerium? Jiangs Leute.

Und die inneren Polizeikräfte unter Zhou Yongkang schauten gerne weg, wenn der nationalistische Eifer bei den Demonstrationen gegen Japan in den Straßen überhand nahm. Aber Zhou ist jetzt in Haft und sein Ansehen ist verblasst.

 

Treffen zwischen Xi und Abe beim APEC-Gipfel im November

Seit Ende Juli hat sich die Situation verändert. Am 27. Juli sandte Abe heimlich einen Sonderbeauftragten nach Peking, um mit Chinas Führer Xi Jinping ein Geheimgespräch zu führen. Laut japanischen Medien hatte der Botschafter des japanischen Ministerpräsidenten dem chinesischen Präsidenten seinen Wunsch übermittelt, ein Gipfeltreffen zwischen Japan und China vorzubereiten.

Zwei Tage später erklärte die chinesische Regierung den offiziellen Sturz von Zhou Yongkang, dem ehemaligen „Sicherheitszaren“. Dazu berichtete die Zeitung „Japanische Wirtschaftsnachrichten“, dass Ministerpräsident Abe schon im Vorfeld von diesem politischen Schritt von Xi Jinping erfahren, und eine große Änderung im politischen Kreis Chinas vorausgeahnt hatte.

Ein Treffen zwischen dem chinesischen und dem japanischen Führer würde wohl frühestens bei dem APEC-Gipfeltreffen in November in Peking statt finden.

 

 

Quelle:Epoch Times

Vielleicht gefällt dir auch

Zur Werkzeugleiste springen