Der Spatz und der Specht

3. Der Spatz und der Specht 雀と啄木鳥

Vor langer, langer Zeit waren der Spatz und der Specht Schwestern. Als eine Nachricht sie erreichte, dass ihre Mutter krank war und im Sterben lag, war die Spatzendame gerade dabei ihre Zähne zu schwärzen, dennoch flog sie schnell zu ihrer Mutter, um sich um sie zu kümmern. Daher sehen ihre (des Spatzes) Wangen bis heute verdreckt aus, während die obere Hälfte ihres Schnabels immer noch weiß ist. Die Spechtdame hingegen nahm sich viel Zeit, legte gemütlich Rouge und Puder auf und kleidete sich an, bevor sie sich auf den Weg machte.

Daher können Spatzen, obwohl ihre Erscheinung nicht die schönste ist, immer in der Nähe von Menschen leben und genügend von dem Getreide essen, welches auch Menschen essen. Und obwohl das Aussehen des Gesichts des Spechtes wunderschön ist, so kann er doch nur von früh morgens an im Wald herum fliegen, auf Bäume hämmern „gakkamukka„, und gerade so drei Würmer am Tag finden. Wenn die Nacht kommt, fliegt der Specht zurück in seine Baumhöhle und weint, „おわえ、病めるだや (Oh, mein Schnabel schmerzt).“

Quelle: freie Übersetzung nach Mayer und Kunio (1952)

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