Immer mehr japanische Badehäuser ermöglichen tätowierten Gästen den Zutritt!

Durch ihre Verbindung mit der Kriminalität haben Tätowierungen in Japan schon lange einen schlechten Ruf. Öffentliche Badehäuser lockern aber jetzt diesbezüglich ihre strengen Reglungen. Der Grund dafür ist ein starker Zustrom von Touristen aufgrund der Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

An vielen Orten wird Menschen mit „Irezumi“ oder traditionellen Ganzkörper-Tattoos, wie sie früher von der Yakuza getragen wurden, noch immer der Zugang verboten. Man kann sie zwar unter seiner Kleidung verstecken, aber besuche in einem Badehaus werden dann dennoch problematisch.

Allerdings erlauben einige Badehäuser solchen Menschen den Zutritt, sofern sie ihre Tattoos bedecken.


20150826_jpn_tattoos_jpannOfuro Cafe utatane
 (ein Badehaus in der Nähe von Omiya in der Präfektur Saitama, das jährlich rund 250.000 Besucher empfängt) begann, Aufkleber anzubringen, auf denen gebeten wird, die Tätowierungen abzudecken. Der Inhaber sagte, dass diese Vereinbarung japanischen Jugendlichen und ausländischen Touristen, die ihre Tätowierungen aus modischen oder aus religiösen Gründen tragen und somit nicht mit organisierter Kriminalität in Verbindung stehen, den Eintritt ermögliche. 

Wir wollen die Onsen-Kultur (heiße Quellen) vielen Menschen vermitteln„, sagte der Manager der Anlage. „Ich denke, es wird eine große Debatte darüber geben und wir werden auch weiterhin Beschwerden oder Schwierigkeiten entgegennehmen und nach einer Lösung suchen„.

n-tattoos-a-20151107-200x200Tätowierte Badegäste können also beruhigt planschen gehen, wenn sie ihr Tattoo mit einem 12.8 cm x 18.2 cm großen Klebestreifen abdecken. Dieser kostet 200 ¥ (ca. €1,50). Mitarbeiter im Empfangsbereich und in den Umkleidekabinen überprüfen, ob die Tattoos auch wirklich abgedeckt werden.

Zu dem Unternehmen gehören das Cafe Ofuro und der Dojo Onsen Tokigawa in der Präfektur Saitama. Mehrere Badegäste sagten, dass sie die Klebepads schon seit August verwenden und fügten hinzu, dass einige Besucher diese auch nutzten, um ihre Operationsnarben zu verstecken.

Die Japan Tourism Agency hat im letzten Monat eine Studie bezüglich des Tattooverbots veröffentlicht, in der mehrere japanische Gasthöfe und Hotels befragt wurden. Rund 56 Prozent erlauben es NICHT, tätowierten Gästen ihre Badeanlagen benutzen zu lassen. 31 Prozent sagten, dass sie keine Probleme mit tätowierten Badegästen hätten, während 13 Prozent den Zutritt nur unter bestimmten Voraussetzungen erlauben.

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Quelle: Japan Times

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